HSV Apolda 1990 – Post SV Gera [26:23]
Post-Sieben fordert Spitzenreiter Apolda bis zur letzten Minute
Die Spielverläufe ähneln sich Woche für Woche. Ob gegen Ronneburg, Gotha, Hermsdorf II oder nun in Apolda – bis zu einem vom Schlusspfiff überschaubar weit entfernten Zeitpunkt halten die Geraer Postler in der Handball-Thüringenliga der Männer selbst mit den vermeintlichen Aufstiegsfavoriten mit, um am Ende aber immer mit leeren Händen dazustehen.
So führte die Waldenburger-Sieben zwölf Minuten vor Spielende bei Oberliga-Absteiger HSV Apolda noch mit 20:18.
Totenstille herrschte da in der Halle, als der Gastgeber-Coach seine Mannschaft zur Auszeit bat. Doch selbst eine Minute vor Schluss war für die Postler zumindest der erste Punktgewinn möglich. Gera lag mit 23:24 hinten und ließ gleich mehrere hochkarätige Wurfchancen ungenutzt verstreichen. So blieb HSV-Keeper Nils Hübscher sowohl bei einem Geraer Tempogegenstoß als auch bei einem Siebenmeter – von vier Strafwürfen verwandelten die Gäste nur einen – Sieger, weshalb er zum Matchwinner wurde und Apolda sich zum 26:23-Sieg zitterte.
Post hatte schwer in die Partie gefunden. Gerade im Angriffsspiel offenbarte man große Schwächen. Man konnte keinen Druck aufbauen. Die Ideen fehlten. Erst beim Stand von 0:4 gelang den Geraern der erste Treffer. Auch wenn man zwischenzeitlich auf 4:5 verkürzte, mangelte es wieder einmal an der Konstanz. So brauchten die Apoldaer keine Bäume auszureißen, um die Waldenburger-Sieben bis zum 8:13-Halbzeitstand auf Distanz zu halten.
Nach Wiederbeginn drehten die Elsterstädter auf. Plötzlich war Post die bessere Mannschaft und holte Tor um Tor auf, wofür Torwart Thomas Poschbeck mit vielen tollen Paraden und die kämpferisch enorm starke Defensive die Garanten waren. Selbst die Torflaute der sonst besten Rückraumwerfer Holger Seidemann und Stefan Haupt, die zusammen nur drei Treffer markierten, konnte man kompensieren. Robert Teichmüller und Rico Stein – beide jeweils sechs Mal erfolgreich – fanden dafür die entsprechenden Lücken.
Doch in der Schlussphase ging den Geraer wieder einmal die Puste aus.
Der Post SV Gera spielte mit:
Th. Poschbeck, N. Scheutz, — R. Stein (6/1), St. Haupt (2), F. Raspel, S. Bauer, St. Rochler (3), H. Seidemann (1), R. Teichmüller (6), Ph. Zurawski (3) und S. Eisenstein (2).
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